Gamesindustrie zieht beim Kopierschutz harte Zeiten aufNotwenig oder Frechheit?

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Der Kopierschutz von Videospielen und Filmen ist längst ins Netz gewandert, erklärt Michael Praetorius.

Anatol Locker zitiert ein Beispiel der Firma UBI-Soft, deren Auslegung des Kopierschutz etwas drastisch ausfällt: Der Spieler muss während der ganzen Sitzung online sein. Offline spielen geht nicht mehr. Auch die Spielstände wandern, wenn es nach den Herstellern geht, ins Internet. 

Michael Reuter findet: „Die Geschichte des versuchten Kopierschutzes ist ja lang“ - und erläutert, dass über Jahrzehnte versucht wurde, den Nutzern DRM schmackhaft zu machen - ohne Erfolg. Anatol Locker meint dazu, dass sich Kopierschutz immer gegen die Benutzer wendet - und per se ein Ärgernis darstellt. 

Michael Praetorius bemerkt, dass im Musikbranche die Erfahrung hinter sich gebracht hat. Er findet, dass mit dem iPad die Branche erneut ins Wanken kommt: Was ist mit Zeitungen, Büchern und anderen Medien, die heute noch nicht digital vorliegen? Kann es nicht eine Art Authentifizierung geben, fragt Praetorius, die weniger invasif stattfindet? Michael Reuter findet, dass es sich mit dem Kopierschutz verhält wie mit einem Steuersatz. 

Anatol Locker hält das Kino als einen perfekten Hardware-Dongle für einen Film - und merkt an, dass auch Apples Geschäftsmodell als Walled Garden funktioniert. Michael Reuter sieht das ähnlich: Erst wenn der Nutzer es als fair empfindet, werden Raubkopierer aufhören. 

Michael Praetorius ärgert sich darüber, das er Filme, die er bereits gekauft hat, nicht auf anderen Geräten sehen darf, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Eine Form von „Kinopass“ fände er angebracht - so sieht das auch Michael Reuter. 



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