Wohnen wir künftig ohne Regale?Ohne Bücher, DVDs und CDs

Wenn wir keine DVDs und Bücher mehr haben, gibts mehr Platz in der Wohnunn, oder? Welche Möbel kommen bei Euch weg? Eva Flecken hat Schrittliteratur an die Wand genagelt und Fabian Hemmert seine Bücher zerschnitten und gescannt. 

 

Der Alltag wird zunehmend digital.

Die Digitalisierung der Lebenswelt ist längst nicht mehr nur ein medienpolitisches Schlagwort, sondern längst gelebte Wirklichkeit. Unser Leben wird zunehmend ein Online-Dasein. Der Alltag wird zunehmend digital. Das liegt nicht zuletzt an den smarten Alleskönnern die uns den gesamten Tag in der Hostentasche begleiten. Doch nicht allein die Smartphones gestalten unser Leben digital, vielmehr dringt die Digitalisierung in all unsere Lebensbereiche – bis ins Wohnzimmer. Dass sich ein Fernseher (oder ein großer Bildschirm) direkt ans Internet anschließen lässt, ist längst keine Innovation mehr, sondern gelebte Praxis.

 

Bücher, DVDs, CDs verschwinden. Wann verschwinden die Regale?

Brauchen wir überhaupt noch Medien, im Sinne von Medienträger? Die digitale Onlinevielfalt bietet mir alles zur Nutzung an. Nicht alles ist dabei legal, aber vieles. Sämtliche Inhalte – Text, Bild, Ton, Bewegtbild – können heute gestreamt werden. Um sie zu nutzen, muss ich sie nicht vorrätig haben, sie nicht bunkern, sie nicht einlagern. Und selbst wenn man einen persönlichen Bezug zu bestimmten Inhalten hat, so kann man sie digitalisieren lassen und den Medienträger anschließend wegwerfen. Bücher können zerschnitten und dann die einzelnen Seiten eingescannt werden. CDs und DVDs kann man rippen und anschließend aus dem Wohnzimmer verbannen. Die Musik hat man in digitaler Form dann irgendwo gespeichert. Doch was macht das mit unserem Wohnumfeld.

 

Möchte man sich auf wenige Endgeräte beschränken, die dann all unseren Medienkonsum steuern? Sind nicht Bücher, Fotos und CDs auch vielmehr als nur ein Trägermedium? Sind sie nicht eigentlich auch Einrichtungsgegenstände? Die Spreerunde denkt diesmal darüber nach, wie man Spotify ins Wohnzimmer holen kann und welche Funktion Bücher außer als Instrument der Lektüre sonst noch übernehmen können. Sind wir schon Nerds oder wohnen wir noch?



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