Schule 2.0: iPads statt Schulbücher

Wie können neue Technologien in der Schule künftig sinnvoll genutzt werden, um nicht nur den Zugang zu Wissen zu erleichtern, sondern vor allem wie können diese genutzt werden um dieses Wissen auch zu vermitteln. Powerpoint statt Tafelbild scheint didaktisch nicht der richtige Weg zu sein. 

iPads im Klassenzimmer
Apple versucht die Frage durch das iPad zu beantworten. Als Distributionsplattform für Lehrbücher gibt es den Apple iBookstore. Für Lehrer und Autoren gibt es das Werkzeug iBooks Author. Damit lassen sich alle erstellten Lehrbücher als Text- und PDF Datei abspeichern, das native Buchformat ist aber exklusiv an den Apple Store gebunden. 

Freies Wissen ohne DRM
Doch im Bereich Wissen und Bildung, müsste das Ziel eigentlich ein offenes und frei zugängliches Format sein. So wie sich bei Musik das MP3-Format ohne DRM durchgesetzt hat und über verschiedene Onlineläden verkauft wird, wie z.B. über iTunes oder Amazon, so sollte es auch möglich sein ein einheitliches Format für Bücher zu finden. HMTL5 könnte eine browserbasierte Lösung für die Schulbücher der Zukunft sein. 

Unterreicht per Video
Eine weitere Idee für Hightech und Web2.0 im Klassenzimmer wäre es den Unterricht als Video zur Verfügung zu stellen. Das hätte die Vorteile, dass der Schüler selber das Tempo bestimmt, da es die Möglichkeit gibt, nicht Verstandenes noch mal anzuschauen. Mit iTunesU oder Podcasts von Universitäten gibt es schon einige Vorreiter. Schüler könnten sich somit auch die besten Lehrer rauspicken und nur noch deren Unterrichtsstunden besuchen bzw. am Bildschirm verfolgen. Einige amerikanische Universitäten bietet dies bereits an. So gibt es vom MIT bereits komplette Vorlesungsreihen online auf YouTube. 

Wozu braucht man dann noch Lehrer?
Das macht Lehrer an Schulen aber nicht obsolet. Im Gegenteil, sie hätten so mehr Zeit sich konkreten Fragen der Schüler zu widmen. Es wäre also Vorstellbar, dass Schüler im ersten Schritt sich den Inhalt mithilfe von Videos selbstständig beibringen. Im zweiten Schritt gibt es eine feste Gruppe von 3-5 Schülern, die gegenseitig das gelernte verarbeiten und mit gegebenen Hilfsmittel nicht verstandenes recherchieren und selbstständig zu erarbeiten. Im dritten Schritt fände ein Austausch mit anderen Schülergruppen statt. Sind dann immer noch offene Fragen, dann steht im letzten Schritt der Lehrer zur Verfügung.

Diesen Gastbeitrag hat uns Sami (Berlinluv) zu unserem aktuellen Video der Spreerunde geschickt. 


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